Einsatzgebiet:
- Für den Möbeleinbau (hier können in der Tiefe gering auftragende Beschläge/Griffe geordert werden) oder als freistehende Lösung.
- Meistens sind die Baureihen konzipiert für den Einsatz in gewerblichen Büros aber selbstverständlich auch für private Haushalte.
- Schutz für gewerbliches als auch privates Eigentum
- Schutz bei Bränden und Löschwasser-Einwirkung.
- Zum Nachweis der Feuersicherheit werden erfolgreich eine Feuerwiderstandsprüfung (S 60 P oder S120 P) mit einer bzw. zwei Stunden Temperaturbelastung durchgeführt.
- Somit ist ein zertifizierter Nachweis der Feuersicherheit gegeben. Diese Qualität ist auf einer Plakette auf der Innenseite der Tresortüre dokumentiert und dient als Grundlage für Ihren möglichen Versicherungsschutz.
Sicherheitsmerkmale bei einem zusätzlich einbruchsicheren Dokumententresor:
Bei den Dokumententresoren mit Einbruchschutz sind meistens (genaues bitte in der jeweiligen Detailbeschreibung nachlesen):
- Der Korpus und die Tür sind mehrwandig mit Spezial-Isoliermaterial dichtschließend gefüllt.
- Der mehrwandige Korpus ist glatt ummantelt und bietet somit keine Angriffspunkte für Einbruchswerkzeuge.
- Die massive Verriegelung verhindert das Aushebeln der Tür auch bei eventuell abgeschnittenen Türbändern.
- Bohrsichere Panzerplatte im Schlossbereich.
- Vorrichtung zur Bodenverankerung serienmäßig vorgesehen.
- Qualifizierte Schrauben und Dübel sind Bestandteil des Lieferumfangs.
- Durch den Einsatz von speziellen Füllungen und Dichtungen sind die in diesen Schränken aufbewahrten Papiere, Akten und Wertgegenstände nicht nur vor Brand sondern auch zudem vor Löschwasser geschützt.
Aufstellungsort:
- Den Schrank nicht der direketen Sonneneinstrahlung aussetzen.
- Nicht Aufstellen an einem Ort mit extremer Feuchtigkeit.
- Die Dichtungen reagieren sofort und könnten dann im richtigen Gefahrenfall keinen 100 prozentigen Schutz mehr bieten.
Allgemein:
- Bei der Sicherung von wichtigen Dokumenten, Akten und Geschäftspapieren ist ein wirksamer Feuerschutz von nicht zu unterschätzender Bedeutung, da Feuer und seine Begleiter können sehr großen Schaden anrichten. Auch ohne unmittelbaren oder direkten Kontakt zu den Flammen und der Glut werden Papiere, Dokumente und Akten schnell Opfer der Hitze, heisser (teils korrosiver) Gase und des Rauchs. Je nach Wichtigkeit der eingelagerten Dokumente, dem Brandrisiko an der Verwendungsstelle sowie die Nähe zur örtlichen Feuerwehr, sollte der Einsatz von Tresoren mit zusätzlichen Feuerschutz- bzw. Brandschutzeigenschaften erwogen werden. Ein nicht für Feuer zertifizierter Tresor z.B. nach DIN 4102 bietet nur sehr bedingten und kurzzeitigen Schutz vor Flammen und Hitze, denn die DIN besagt eigentlich nur, dass der Tresor aus nicht brennbaren Materialen gefertigt wird. Die DIN 4102 bietet also keinen sicheren, ausreichenden und zertifizierten Schutz vor Feuer. Dokumententresore sind mit gesonderten Prüfzertifikaten (Plakette auf der Türinnenseite) zum Schutz vor Feuer ausgestattet. Diese Sicherheitsstufen (S60 P und S120 P nach EN 1047-1) garantieren einen definierten Schutz im Brandfall. Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrer Versicherung.
- Tresore werden durch die amtliche Materialprüfanstalt für das Bauwesen des IBMB der TU Braunschweig (Betriebsprüfung, Typprüfung und Qualitäts Fremd-
kontrolle) auf eine Feuertauglichkeit geprüft und zertifiziert. Die Prüfung im Brandraum erfolgt nach einem festgelegten Prüf-Schema, daß neben der reinen Prüfung auf Hitzebeständigkeit auch die Stoßfestigkeit des Tresors nach starker Hitzeeinwirkung testet. Dazu muss sich der zu testende Dokumententresor neben der Feuerprüfung auch einer Sturzprüfung aus über 9,15 Metern Höhe aussetzen.
- Der Zeitfaktor ist bei der Beflammung von großer Wichtigkeit. So erfolgt die Beflammung für einen Dokumentenschrank nach dem Zertifikat S60P für 60 Minuten und für einen Tresor nach Feuersicherheitszertifikat S120P für 120 Minuten. Zusätzlich bleiben die Tresore noch mindestens eine weitere Stunde im abkühlenden Brandraum.
- Ziel der Prüfung ist die Messung der Temperaturen im Inneren des Tresors. Die erreichte Spitzentemperatur im Inneren der Dokumententresore darf einen festgelegten kritischen Grenzwert während der gesamten Prüfung nicht übersteigen. Nur so kann die Sicherheit der gelagerten Dokumente oder Wertgegenstände garantiert werden.
- Auch die Auswirkungen plötzlich auftretender starker Hitze werden in den Simulationen getestet. Dazu wir das Produkt in der so genannten Feuerstoßprüfung in den auf 1090°C vorgeheizten Brandraum gefahren und verweilt dort 15 Minuten, bis die langsam abklingende Hitze erneut auf 1090°C erhöht wird.
- Dokumentenschränke für das Zertifikat S60P werden dieser Temperatur 22,5 Minuten ausgesetzt. Schränke für das Zertifikat S120P werden 45 Minuten dieser Temperatur ausgesetzt. Nach dem Hitzetest müssen sich die Tresore noch einer weiteren Prüfung unterziehen. Dazu werden sie aus 9,15 m im freien Fall auf eine feste Aufschlagfläche gestürzt.
- Nach diesem Sturztest muss der Dokumentenschrank nochmals im Brennraum bei 840°C seine Tauglichkeit während einer festgelegten Zeitspanne beweisen. Für das Zertifikat S60P beträgt die Verweildauer 22,5 Minuten und für das Zertifikat S120P 45 Minuten.
- S60P = Testdauer 60 Minuten = Innentemperatur max. 150 °C
S120P = Testdauer 60 Minuten = Innentemperatur max. 150 °C
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