Sofern Ihrem Datensafe 120 Minuten Feuerschutz bescheinigt wurden, haben Sie sich für die Oberklasse entschieden. Jeder nach geltenden Prüfvorschriften zertifizierte Datensafe trägt eine korrespondierende Prüfplakette auf der Innenseite der Tresortüre. Diese Prüfung erfolgt eigenständig und völlig unabhängig von etwaigen Tresortest nach den Einbruchschutzklassen. "Datensafe 120 Minuten Feuerschutz", das bedeutet für den Käufer im Klartext, dass der betreffende Safe dem eingelagerten Inhalt einen besonderen Schutz im Brandfalle gewährt. Wenn die Prüfungen nach den Richtlinien der Europanorm EN 1047-1 erfolgten, dann ist das Prädikat "Datensafe 120 Minuten Feuerschutz" noch um einen alphanumerischen Code erweitert. Dieser besagt beispielsweise S 120 P oder S 120 DIS. Hier wird spezifiziert, auf was für einen Feuerschutz sich der jeweilige Datensafe bezieht. Die Zusätze "P" und "D" oder "DIS" beziehen sich auf die Temperaturerhöhung im Inneren des Datensafes während des Prüfvorganges.
Die Parameter für das "DIS" Verfahren gehen nur von einer maximal erlaubten Temperaturerhöhung bis zu 30° C aus. Die Gründe hierzu liegen in den aus Thermoplastik bestehenden Kunststoffen der Diskettengehäuse, Magnetbandspulen, Streamertapes. CD-Rohlinge sind aus Polycarbonaten und können gespeicherte Daten durch Temperatureinwirkung verlieren. Die Polycarbonate (DVDs, CDs) haben zwar einen Schmelzpunkt von über 250° C, aber weil die für den Laser im Lesegerät reflektierende Schicht sich beispielsweise löst oder verformt, kann ein CD unlesbar werden. Polymere Kunststoffe sind bei üblichen Raumtemperaturen formstabil, verlieren aber mit zunehmender Wärmeeinwirkung Ihre Festigkeit. Die genannten Gradzahlen in °Celsius sind festgelegte Grenzwerte der Prüfungskommissionen, bis zu denen die Sicherheit der gespeicherten Daten keinesfalls als kompromittiert gilt. Das Testverfahren ist genormt und beim "Datensafe 120 Minuten Feuerschutz" von einer bestimmten Dauer und Intensität der Flammeneinwirkung, einen Brand simulierend.

Der Zusatz "P" bezieht sich hierbei auf Papierdokumente, also brennbare Gegenstände, wie zum Beispiel Wertpapiere, Urkunden, Schuldverschreibungen, Banknoten oder auch Sparbücher. Der Zusatz "D" oder "DIS" bezieht sich auf die Kunststoffkomponenten von elektronischen Datenträgern. Während das Prüfinstitut dem "P" Prüfverfahren noch einen Temperaturanstieg bis auf 150° C gestattet und das relativ unbedenklich für Papierdokumente ist, werden bei der "D" Prüfung nur bis maximal 50° C erlaubt. ...
Die genaue Vorgehensweise ist von Tresor Schonert auf der Übersichtsseite unter der URL: http://www.tresore.net/Feuersicherheit-Feuerschutz.htm geschildert. Auch stellt Tresor Schonert hier für Sie die verschiedensten Feuerschutz Normen der Welt in einen transparenten Direktvergleich.
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