iSchonert Tresore Wissen: So werden Datentresore
und Datensafes getestet
Feuerwiderstandstest:
2 Stunden Feuerwiderstandstest bei ca. 1090 Grad Celsius
an der TU Braunschweig
(nach VDMA 24991, Teil 1. Sicherheitsstufe S 120 DIS).
Nach 120 Minuten Beflammung werden die Brenner abgestellt.
Der glühende Safe bleibt solange im Brandraum, bis
die höchste Innentemperatur erreicht wird. Dies nennt
man die realitätsnahe Nachheizperiode. Erst nachdem
die Temperaturen zu sinken beginnen, ist der Test beendet.
Dann werden die Messdaten entnommen. Die höchste Innentemperatur
zeigt sich je nach Modell erst nach 8 - 10 Stunden. Nach
Testabschluss spielt die TU Braunschweig eingelagerten Test-Disketten
ein. Dabei müssen die Daten einwandfrei lesbar sein.
Feuerstoss- und Sturzprüfung nach VDMA 24991:
Der Sturztest soll u.a. Aufschluss darüber geben,
ob der Safe einen harten Sturz - lose in ein zweites Feuer
- ohne Schaden für den empfindlichen Inhalt übersteht.
Denn nicht zum ersten Mal stürzt ein brennendes Stockwerk
ein und reisst Datensicherungseinrichtungen in die Tiefe
- hinein in das nächste Feuer.
Ein Modell gleicher Bauart wird in dem vorgeheizten Ofen
45 Minuten lang bei einer Temperatur von 1090 Grad Celsius
beflammt. Nach dem Abstellen der Brenner muss innerhalb
von 4 Minuten ein Sturz aus 9,15 Meter Höhe in eine
Kiesgrube durchgeführt werden. Nach dem Sturztest wird
der Safe wieder in den Brandraum geschoben und nochmals
45 Minuten bei jetzt 900 Grad Celsius beflammt.
Auch dieser Test ist erst dann beendet, wenn die höchste
Innentemperatur im Safe überschritten wurde.
Sprengtest:
Vier unterschiedliche Sprengstoffmengen (von 200 bis
400 Gramm PETN/NP) wurden als Haftladung seitlich, rückwärtig
auf dem Kopfstück und an der Safetür angebracht
und gezündet. Dabei wurden auch 2 bzw. 3 Haftladungen
zur gleichen Zeit gezündet. Von aussen sah der Safe
aus wie nach einem Bombenattentat. Der Safeinnenraum jedoch
blieb unbeschädigt, ebenso die im Schrank befindlichen
Datenträger.
Magnetfeldprüfung:
Magenetfelder können den Magnetismus von Datenträgern
beeinflussen und sie dadurch unbrauchbar machen. An der
Universität in Köln wurde in einer eingehenden
Studie die magnetischen Abschirmeigenschaften der Datensicherungsschränke
durch Simulation eines magnetischen Störfalls gutachtlich
untersucht. Hierbei operierte man mit Magnetfeldern von
technisch möglichen und hantierbaren Elektromagneten.
|