Ingo Schonert Tresore : Die Fachbegrifffe rund um den Tresor

Tresor

Da die Statistiken für Einbruch-Diebstahl in Deutschland kontinuierlich steigen, ist die Anschaffung eines Tresors für viele Privathaushalte, Geschäfte und Unternehmen die sicherste Alternative zur Aufbewahrung von Geldbeständen, Wertsachen, Dokumenten oder sonstigen Gegenständen. Doch vor dem Kauf gilt es einige Punkte zu bedenken und den richtigen Tresor für den jeweiligen Bedarf auszuwählen. Sofern nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben, wie z.B. bezüglich der Aufbewahrung von Waffen oder Betäubungsmitteln, ist ein Tresor in verschiedenen Größen, Gewichtsklassen, Sicherheitsstufen und Montageformen erhältlich. Da ein Tresor eine Anschaffung für die Ewigkeit ist, gilt es sich in diesen Bereichen gründlich zu informieren. Hinsichtlich des Versicherungsschutzes ist es sinnvoll sich einen Tresor zu kaufen, der eine Sicherheitsstufe höher liegt als eigentlich benötigt, da es durchaus nicht unwahrscheinlich ist, dass sich der Wert der eingelagerten Gegenstände mit den Jahren erhöht und dann der Versicherungsschutz nicht mehr ausreichend ist. Dies würde dann zum Kauf eines weiteren Tresors nötigen. Ebenso verhält es sich mit der Größe des Tresors. Hier ist die Faustregel sich ein Modell zu kaufen, dessen Volumen 25 Prozent über dem tatsächlich benötigten Volumen liegt, da sich mit der Zeit auch die Zahl der aufzubewahrenden Gegenstände steigt.

Tresor von OrgamiDer nächste wichtige Punkt ist die Art und Ort der Montage bzw. Aufstellung. Hier gibt es sowohl Standtresore als auch Wand- und Möbeltresore sowie den Panzerschrank und Geldschrank. Ein Tresor zum Aufstellen kann von 25 kg bis zu 3500 kg Eigengewicht haben. Sollte er allerdings unter 1000 kg wiegen, wird empfohlen ihn zusätzlich zu verankern, damit eine Entwendung des gesamten Wertschutzschrankes verhindert wird. Je nach Möglichkeit sollte dieser Typ Tresor an einem Platz aufgestellt werden, der nicht einsehbar ist, denn je weniger Menschen von dem Tresor wissen, desto sicherer sind die eingelagerten Gegenstände. Auch auf Temperatur und Feuchtigkeit sollte bei der Wahl des Stellplatzes geachtet werden, besonders wenn der Tresor über ein Elektronikschloss verfügt. Weiterhin sollte vor dem Kauf die Belastbarkeit der Aufstellungsstelle und des Transportweges überprüft werden. Wand- und Möbeltresore bieten den Vorteil, dass sie nicht nur versteckt angebracht sind, sondern überdem Platz sparen. Wandtresore werden im Mauerwerk angebracht und müssen laut Vorschrift mit einer mindestens 10 cm dicken Betonummantelung umgeben sein.

Die Schließvorrichtungen sind meistens versenkbar, damit sich der Tresor bequem hinter einem Bild oder Möbelstück verstecken lässt. Möbeltresore verfügen meist über ein geringes Gewicht und sollten daher zusätzlich im in der Wand verankert werden. Dies gilt vor allem, wenn der Tresor in Bauchhöhe montiert werden soll, um einen einfachen Zugang zu gewährleisten.

Ein weiterer Aspekt ist die Auswahl der Schließvorrichtung am Tresor. Das gängigste Schloss ist das Doppelbart-Sicherheitsschloss, das meist mit einem Paar Schlüsseln geliefert wird. Der Vorteil hierbei ist, dass man sich keine Zahlenkombination merken muss und dass es im Falle einer Öffnung leicht nachvollziehbar ist, wer in den Besitz der Schlüssel gelangt sein kann. Der Nachteil dieser Schlösser ist es, dass Einbrecher beim Auffinden des Safes die Räumlichkeiten nach den Schlüsseln absuchen werden und somit eine Mehrschädigung durch Vandalismus bestehen kann. Bei den mechanischen Zahlenkombinationsschlössern und elektronischen Schlössern, kann ein individueller PIN-Code ausgewählt und beliebig geändert werden. Das verhindert die Abhängigkeit von Schlüsseln.