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Braunschweigtest

Ein Tresor schützt einerseits vor unerlaubten Zugriffen. Anderseits sollen die darin eingeschlossenen Wertsachen vor der Vernichtung durch äußere Einflüsse wie Brände, Explosionen, Überschwemmungen, Erbeben oder Magnetismus bewahrt werden.

Jeder qualitativ hochwertige Safe wird heute darauf getestet, ob Schmuck, Bargeld, wichtige Informationen und Dokumente in ihm wirklich sicher untergebracht sind. Die Universität Braunschweig, die älteste Technische Universität Deutschlands, entwickelte dafür einen Belastungstest. Dieses mittlerweile standardisierte Qualitätsprüfverfahren ist deshalb auch unter dem Namen Braunschweig-Test bekannt.

Der Braunschweig-Test gliedert sich in zwei Belastungsproben. Der Feuerwiderstand des Tresors wird in der ersten Phase geprüft. Für zwei Stunden wird der Safe in einem Brandraum auf 1090°C erhitzt. Die Temperatur darf sich dabei während des Braunschweig-Tests im Inneren des Sicherheitsbehältnisses jedoch nicht merklich erhöhen. Die 30°C-Marke sollte nicht überschritten werden und die Luftfeuchtigkeit sollte im Innern nicht höher als 85% sein. Indem sich bei der Erhitzung an unterschiedliche Zeitspannen gehalten wird, kann das Verfahren des Braunschweig-Tests vier Güteklassen bestimmen.

Hat der Tresor die erste Prüfung des Braunschweig-Tests bestanden, erfolgt nach Beendigung des Erhitzens eine Sturzprobe. Der Tresor wird dabei aus 9,15 Metern Höhe auf ein Kies- oder Schotterbett geworfen. Diese Distanz kommt einem Fall aus dem dritten Stockwerk, beispielsweise bei dem Zusammensturz eines Hauses, gleich. Dem Sturz folgt ohne Pause eine erneute Erhitzung. Dieses Mal jedoch auf 840°C. Nach der Abkühlung, die bis zu 20 Stunden dauern kann, ist auch die zweite Phase des Verfahrens beendet.

Beispiele für die Feuerschutztresor - Gattung

a) iS-Tresore Serie RI

b) Format Serie Paper Star Pro


Der Braunschweig-Test ist bestanden, wenn die Deformierungen des Tresors im klein bemessenen Toleranzbereich liegen. Für alle, die ihre Wertgegenstände wirklich sicher wissen wollen, bietet das Prüfsiegel des Braunschweig-Tests ein vertrauenswürdiges Qualitätsurteil. Mittlerweile bestehen auch Versicherungen vor dem Abschluss einer Police darauf, dass versicherte Gegenstände nur in, durch den Braunschweig-Test geprüften, Tresoren aufbewahrt werden, die extremen Einflüssen standhalten können.

 

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