

Ein Datensicherungsschrank wird zur sicheren Aufbewahrung von Daten verwendet. Er bietet den idealen Schutz vor Feuer, Magnetismus, Diebstahl und Feuchtigkeit. In den meisten Unternehmen ist ein Datensicherungsschrank nicht mehr wegzudenken. Häufig wird die enorme Wichtigkeit der Daten erst bemerkt, wenn sie nicht mehr da sind. Der Verlust von Daten, beispielsweise eine Kundendatei, kann in den schlimmsten Fällen sogar die Existenz eines Unternehmens gefährden.
Der Gesetzgeber hat inzwischen Regelungen erlassen, die das Sichern von digitalen Daten vorschreiben. Das so genannte Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich schreibt unter anderem die Einführung von Risikoüberwachungs- und Früherkennungssystemen vor. Dazu zählt ebenfalls die Sicherung und Lagerung von Daten. So müssen zum Beispiel steuerrechtlich relevante Dokumente bzw. Datenträger mindestens 7 Jahre verfügbar bleiben. Hier wird schnell klar, dass unter Beachtung dieser gesetzlichen Gesichtspunkte eine sehr große Menge an Daten entsteht, die nicht nur vor unbefugtem Zugriff geschützt werden müssen, sondern auch vor Einflüssen wie Feuer oder Feuchtigkeit. Ein Datensicherungsschrank ist hierfür die ideale Lösung.
Ein Datensicherungsschrank wird in den verschiedensten Größen und Versionen angeboten. Angefangen von der praktischen und kleinen Lösung direkt am Schreibtisch, bis hin zum über 1,70 m hohen und fast 1,5 Tonnen schweren Datensicherungsschrank, es gibt für jeden Kundenbedarf die passende Lösung. Dabei sind verschiedene Sicherheits- bzw. Feuerresistenzklassen möglich. Die bekannteste Einteilung nach der VdS-Norm garantiert geprüfte Sicherheit. Dieses Prüfsiegel ist meist auf der Innenseite des Tresors angebracht und soll auf der einen Seite den Hersteller eindeutig identifizieren und auf der anderen Seite dient es der Versicherung, um den Datensicherungsschrank entsprechend der Beschreibung zu versichern.
Es werden regelmäßig verschiedene Tests durchgeführt, um die Sicherheit zu überprüfen. So gibt es zum Beispiel den so genannten Braunschweig Test. Dieser Test gliedert sich in zwei Stufen: den Feuerwiderstandstest und den Feuerstoß- und Sturztest. Beim Feuerwiderstandstest wird der Datensicherungsschrank auf über 1000°C erhitzt und je nach Güteklasse darf die Temperatur im Schrankinneren einen gewissen Grenzwert nicht überschreiten. Güteklasse S 120 DIS garantiert beispielweise einen Feuerwiderstand von 2 Stunden für Disketten-Datenträger. Dabei darf die Temperatur im Inneren um nicht mehr als 30°C ansteigen. Beim Feuerstoß- und Sturztest wird der Datensicherungsschrank auf 1090°C erhitzt und 4 Minuten nachdem diese Temperatur erreicht wurde, erfolgt ein Sturztest aus 9,15 m Höhe auf ein Kies- oder Schotterbett. Nach dem Sturz wird der Datensicherungsschrank erneut auf 840°C erhitzt. Bei diesem Test wird der Einsturz eines brennenden Gebäudes simuliert.
Die zweite Testart für einen Datensicherungsschrank ist der Einbruchstest. Hier wird versucht mittels mechanischer Beanspruchung in das Innere des Tresors zu gelangen. So werden zum Beispiel Einbruchsversuche mit Bohrmaschinen oder Trennschleifmaschinen unternommen. Auch modernste Werkzeuge wie Diamantbohrköpfe werden dabei eingesetzt. Auch die Resistenz gegen Sprengstoff wird getestet. Dabei werden am Datensicherungsschrank an verschiedenen Stellen Sprengsätze angebracht und zeitgleich oder zeitversetzt gezündet. Je nach Höhe der Sicherheitsstufe müssen die Dokumente bzw. Datenträger im Tresor dann noch lesbar sein.
Beispiele für die Datentresor - Gattung
Ein weiterer wichtiger Punkt beim Datensicherungsschrank ist das Schließsystem. Es kann je nach Variante entweder mit einem Hochsicherheitsdoppelbartschloss oder mit einem Zahlenschloss oder mit einer Kombination aus beiden versehen sein. Ein Mehrbolzenschließsystem sorgt dafür, dass das Schloss nicht aufgebrochen werden kann.
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