

Ein Einbausafe oder auch Wandtresor genannt, ist die unauffälligste Methode eines Tresors. Eigentlich für den privaten Gebrauch geradezu prädestiniert, eignet er sich aber gleichermaßen für die Anwendung im gewerblichen Bereich. Hier können Aktien, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände sicher gelagert werden. Ein Einbausafe wird meist direkt in die Wand eingebaut und garantiert somit einen besonders hohen Diebstahlsschutz, da er nicht nur schwerer zugänglich ist sondern auch diskret verborgen werden kann. Die klassischste Versteckmöglichkeit ist die aus vielen Filmen bekannte Variante hinter Bildern. Um Einbruchsschutz noch zu erhöhen bzw. das Einbruchsrisiko zu senken, sollten so wenig wie nötig viele Personen über den Einbauort des Einbautresors informiert werden. Ein Nachteil vom Einbausafe ist das eher geringe Platzangebot im Innern, bedingt durch die flache der Wand angepasste Konstruktion. Dieser Nachteil wird jedoch durch die bereits genannten Vorteile gegenüber anderen Tresorbauweisen wieder aufgehoben.
Ein Einbausafe bietet neben der Verborgenheit den bekannten und bewährten Schutz eines Tresors. Rundum mit Stahlblech gesichert bietet er optimalen Schutz. Auf Wunsch können auch die Seiten- und Rückwände verstärkt werden. Beim Einbau sollte darauf geachtet werden, dass um den Einbausafe mindestens 100 mm zu allen Seiten freigelassen werden. Der verbleibende Hohlraum wird anschließend mit Beton ausgegossen, der nach ca. 48 Stunden komplett ausgehärtet ist. Damit ist der Einbausafe fest in der Wand verankert und kann nicht ohne größeren Aufwand wieder ausgebaut werden. Diese Tatsache und die Tatsache, dass diese Tresorart versteckt ist, sind wichtige Faktoren, die einen Einbruch erschweren, denn ein kritischer Faktor beim Ablauf eines Einbruchs ist der Faktor Zeit. Einbrüche müssen schnell vonstatten gehen. Ein gut versteckter und fachmännisch installierter Safe macht einen Einbruch unmöglich.
Ein Einbausafe sollte bereits in den Entwurf eines neuen Gebäudes mit integriert werden. Es ist zwar möglich einen Einbausafe nachträglich einzubauen, dies erfordert jedoch einen wesentlich höheren Aufwand. Diese Einbauarbeiten sollten außerdem ausschließlich von autorisiertem Fachpersonal ausgeführt werden, da nur so optimaler Schutz gewährleistet werden kann.
Beispiele für die Möbeltresor - Gattung
a) Burg Wächter Serie Combi Line
Den Einbausafe gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Er kann entweder durch ein mechanisches oder elektronisches Schloss gesichert werden. Überwiegend werden Einbausafes mit einem Doppelbartsicherheitsschloss geliefert, das Nachrüsten mit einem Zahlenkombinationsschloss oder einem elektronischen Schloss ist ebenfalls möglich. Charakteristisch am Einbausafe ist die besonders massive Vorderseite, da diese besonders schützenswert ist. Hier sind meist mehrere Stahlwände eingebaut. Das Riegelwerk wird zum Beispiel durch ein Notverriegelungssystem geschützt. Ein mehrseitiges Bolzenverriegelungssystem garantiert, dass das Schloss selbst nicht aufgebrochen werden kann. Wie auch alle anderen Tresorarten wird ein Einbausafe nach verschiedenen Sicherheitsstufen eingeteilt, die als Richtwert für Anwender und auch für Versicherungsgesellschaften gelten um die Versicherungssumme zu bestimmen.
Beispiele für die Wandtresor - Gattung
Die wichtigsten Sicherheitsnormen sind hierbei die Einstufung nach den VdS-Sicherheitsnormen. Diese Normen garantieren durchgeführte Belastungstests. Bei diesen Tests wird der Einbausafe auf die verschiedensten Einflüsse getestet. So muss ein Einbausafe resistent gegen leichte Brände und gegen mechanische Beanspruchung sein. Es wird beispielsweise versucht den Einbausafe mit Trennschleifmaschinen, Bohrmaschinen oder ähnlichen Werkzeugen aufzubrechen. Erst wenn dies nicht gelingt, wird der Einbausafe als sicher nach entsprechender Norm eingestuft. Beim Feuertest wird die Resistenz des Safes gegenüber leichten Bränden getestet. Dabei dürfen die im Innern des Safes gelagerten Wertsachen nicht beschädigt werden.

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