

Das Risiko minimieren
Die Gefahr, welche von ungesicherten Schusswaffen ausgeht, ist als extrem hoch einzustufen. Selbst ohne böse Absichten – in den Händen von Ungeübten oder Kindern werden Waffen schnell zu einer potentiell tödlichen Bedrohung. Aus diesem Grund muss jeder, egal ob Jäger, Polizist oder schlicht Sportschütze in einem Verein, über einen Tresor verfügen, in dem seine Waffen sicher verschlossen werden können. Man unterscheidet grob in Langwaffen (z.B. Gewehre) und Kurzwaffen (Pistolen und Revolver). Ein Kurzwaffenschrank ist speziell darauf ausgerichtet, kleinere Schusswaffen vor unbefugtem Zugriff und Diebstahl zu schützen. Rechtliche Vorschriften Es ist äußerst wichtig, sich klar zu machen, dass die Anschaffung von einem Kurzwaffenschrank kein „soll“, sondern ein „muss“ ist. Sowohl private als auch gewerbliche Waffenbesitzer sind gemäß §42 uns §36 WaffG dazu verpflichtet, Vorkehrungen zu treffen, um ihre Waffen vor Diebstahl und Missbrauch zu schützen. Nicht einmal Familienmitglieder dürfen darauf zugreifen können! Zudem gibt es Vorschriften über die Sicherheitsstufe und Ausstattung des entsprechenden Safes, je nach der Art und Anzahl der Waffen, die darin aufbewahrt werden sollen. Eine weitere wichtige Regelung besagt, dass in meist leer stehenden Gebäuden wie z.B. abgeschiedenen Jagdhütten generell keine oder nur sehr wenige Waffen aufbewahrt werden dürfen. Sie sollten sich unbedingt vor dem Kauf von einem Kurzwaffenschrank bei der zuständigen Behörde (z.B. Jagdbehörde) genau informieren. Auch eine Einschätzung der Versicherung ist notwendig, wenn Sie im Falle eines Diebstahls finanziell abgesichert sein möchten.
Bedenken Sie: Auf Verlangen müssen Sie den Behörden eine korrekte Sicherung Ihrer Waffen nachweisen können. Kommen Sie den gesetzlichen Regelungen nicht nach, kann dies strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen!
Was unterscheidet nun einen Kurzwaffenschrank von einem gewöhnlichen Safe? Ein Kurzwaffenschrank ist auf die Aufbewahrung von Pistolen zugeschnitten. Es gibt spezielle Einrichtungselemente für Kurzwaffen. Dazu zählen diverse Waffenhalter aus Gummi, Extra-Böden und Halteschienen. Das ermöglicht es Ihnen, Ihre Waffen übersichtlich geordnet und optisch ansprechend zu lagern. Je nachdem, für welchen Kurzwaffenschrank Sie sich entscheiden, finden sich zum Teil noch zusätzliche Fächer an der Innenseite der Tresortür, Halterungen für Reinigungsartikel oder separat verschließbare Fächer für Munition (die von den Waffen getrennt aufbewahrt werden muss). Um die Sicherheit zu erhöhen, sollte der Kurzwaffenschrank möglichst noch einmal in einem gut abgeschlossenen Raum aufbewahrt werden. Zudem sollten Sie natürlich auf eine hohe Qualität achten. Mehrwandige Stahlsafes bieten meist einen sehr hohen Einbruchsschutz. Eine Orientierung beim Kauf bieten auch die Prüfsiegel auf der Innenseite der Tresortür. Es ist außerdem bei der Anschaffung eines solchen Tresors überlegenswert, ob nicht vielleicht auch noch andere Wertgegenstände in Kombination darin aufbewahrt werden könnten. Es gibt in fast jedem Haushalt einzelne wertvolle Gegenstände, die sich in dem Kurzwaffenschrank meist noch problemlos unterbringen lassen.
Beispiele für die Kurzwaffenschrank - Gattung
Verantwortungsvoll handeln! Strenge Waffengesetze existieren nicht grundlos. Jeder Besitzer muss sich mit diesem Thema früher oder später auseinandersetzen. Nur wer einen Waffenschein besitzt, darf Zugriff auf Waffen haben. Ein Nachweis geht mit einem intensiven Lehrgang einher, der über Gefahren aufklärt und den Umgang sicherer macht. Wer über dieses Wissen nicht verfügt, dem dürfen Waffen unter keinen Umständen zugänglich gemacht werden – sonst ist er eine ernste Gefahr für sich selbst und alle seine Mitmenschen!
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