

Die Evolution des heutigen Tresors beruht wohl gesichert auf den sagenhaften Reichtümern des Mittelalters, als die unterschiedlichsten Interessengruppen sich um den Schutz ihrer Habe auch Gedanken machten. Mächtige, handgearbeitete Schließvorrichtungen und robuste Beschläge an stabilen Truhen, sicherten diese vor unbefugter und gewaltsamer Öffnung. Allen voran waren es damals die Adeligen und sehr wohlhabende Kaufleute, die ein besonderes Schutzbedürfnis ihrer Habe an den Tag legten. Schiffskapitäne hatten solche Truhen auf ihren Handelsschiffen und auch die Kirchenfürsten waren nicht vor dreisten Dieben und Diebstahl gefeit.
Von der gesicherten Schatztruhe zum richtigen Tresor, war es dann nur ein kleiner Weg und dieser bedurfte der maschinellen Verarbeitung von Metall. Kaltgewalzter Stahl war erst später im Zeitalter der Industrialisierung verfügbar und so führte der Weg zum Tresor über Schmiedearbeiten und schwere Gußeisenmodelle. Der Tresor wurde zu einem sehr wichtigen Einrichtungsgegenstand in Banken, bei der Edelmetallverarbeitung, in den Lohnbüros der Industriebetriebe und natürlich auch bei den Kaufleuten. Neider, Diebe und Einbrecher waren alles andere, als begeistert von der Entwicklung des Tresors. Plasmaschneider, Lasercutter und Hochleistungsbohrer gab es früher noch gar nicht und das gewaltsame Öffnen eines Tresors, war eine sehr mühevolle Arbeit für die Kriminellen.
Die Evolution vom Tresor war mit dem Wertschutzschrank in soliden Stahlwandungen noch nicht am Ende. Raffinierte Schließvorrichtungen mit Riegen und Zuhaltungen aus speziellem, gehärteten Stahl und mehrfache Wandungen mit Füllungen wurden der Industriestandard. Das Füllmaterial widerstand Schneidbrennern und brachte die schärfsten Bohrspitzen um deren Effizienz, denn es setzte den Einbruchsoptionen einen passiven Widerstand entgegen und stumpfte sogar Bohr- und Trenngeräte ab. Diesen passiven Widerstand klassifizierten die Sachversicherer als Einbruchschutzklasse oder auch Widerstandsklasse. Damit indiziert die Branche den zu betreibenden Aufwand Unbefugter, an den Inhalt von dem jeweiligen Tresor zu gelangen.
Auch das Gewicht eines Tresors, beziehungsweise dessen Wand- oder Bodenverankerung, spielt eine nennenswerte Rolle bei der passiven Sicherheit. Kein Tresor kann nicht gewaltsam geöffnet werden, wichtig ist es den bedürftigen Personengruppen, dass der technische Aufwand und die verstrichene Zeit zur gewaltsamen Öffnung, in einer gewissen Relation steht. Kein Einbrecher hat Zeit zu verschenken oder trägt gerne gewaltige Gewichte. Höhere Einbruchschutzklassen sind bei einem Tresor immer gleichzusetzen mit einem erforderlichen Mehraufwand für eine gewaltsame Öffnung. Das ist gleichbedeutend mit einer verbesserten Sicherheit für den Besitzer des Wertschutzschrankes und resultiert folglich auch in höheren, möglichen Versicherungssummen der Sachversicherer. Die relevanten Schutzklassen, Daten und Versicherungssummen sind auf der Infosite vom Tresorexperten Ingo Schonert unter: http://www.tresore.net/sicherheitsstufen-ecb-s.htm sehr übersichtlich und transparent aufgeführt.
Zusätzlich zum Einbruchschutz, kann ein Tresor bei entsprechender Konfiguration bereits in der Produktion auch einen Schutz gegen Feuer und Brandfolgen aufweisen. Dieser ist mit gänzlich anderen Maßstäben zu ermitteln und auch völlig unabhängig von der jeweiligen Einbruchschutzklasse. Der feuersichere Tresor bietet seinem Inhalt für einen gewissen Zeitraum Sicherheit vor Feuer, Brandgasen, Löschwasser und Temperatureinwirkungen. So können beispielsweise Wertpapiere, Banknoten und wichtige Dokumente vor dem Flammentod bewahrt werden. Auch für wichtige Datenträger, Disketten, Filme, Streamer Tapes, CDs und Festplatten, gibt es spezielle Schutzklassen.
Die Feuerschutzklassen beziehen sich auf einen erlaubten Temperaturanstieg im Innern von dem feuersicheren Tresor. Hier sind die Klassifizierungen immer zeitbezogen (30, 60 oder 120 Minuten) und geben auch Hinweise zur Charakteristik der Feuersicherheit. Gemeint sind damit erlaubte Temperatursteigerungen im Tresor bei Feuereinwirkung. Relevant für den Anwender sind die Kürzel DIS für Datenträger aus Kunststoffen (beispielsweise Disketten) und das P für Papierdokumente. Eine genaue Aufschlüsselung der Feuersicherheitsstufen, findet der Interessent auf der Infosite von Tresor Schonert unter der URL: http://www.tresore.net/Feuersicherheit-Feuerschutz.htm
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