Tresorhersteller - Endlich sicher

Jeder, der Bargeld oder Wertgegenstände in einem Tresor unterbringt, will sich dadurch sowohl vor dem Zugriff durch andere Personen schützen, als auch verhindern, dass der Inhalt des Safes durch Brände, Explosionen, Wasserschäden oder durch Erdbeben beschäftigt wird. Auch die Wirkung von Magnetismus kann Informationen, die auf Datenträgern (wie Disketten oder CDs) gespeichert sind, vernichten. Damit die Sicherheit eines Tresors gewährleistet ist, müssen Tresorhersteller auf einige Faktoren achten.

Die Tresorhersteller müssen in der Regel nachweisen, dass ihre Tresore den vom Kunden gewünschten Anforderungen entsprechen. Dazu gibt es mehrere Testverfahren, zum Beispiel den sogenannten Braunschweig-Test. Dies ist ein von der Uni Braunschweig entwickeltes Prüfverfahren für Safes. Dabei werden die Tresore zwei Belastungsproben unterzogen, die ja nach Qualitätsstufe des Tresors variieren. Diese sind der Test auf Feuerwidersand und ein Sturztest.

Der Test auf Feuerwiderstand soll zeigen, ob die Tresorhersteller bei der Produktion auf ausreichenden Feuerschutz geachtet haben. Dazu wird der Tresor für eine bestimmte Zeit sehr hohen Temperaturen ausgesetzt. Dabei darf sich die Temperatur im Inneren des Safes nur um einen bestimmten zulässigen Grenzwert erhöhen. Der Sturztest wiederum kombiniert Hitzeeinwirkung mit mechanischer Kraft, die dadurch entsteht, dass der Tresor aus einer bestimmten Höhe auf den harten Boden geworfen wird. Hierbei darf sich die Außenwand des Safes nur bis zu einem gewissen Grad verformen, sonst wird dieser Test nicht bestanden.

Wenn der Braunschweig-Test erfolgreich bestanden wurde, erhält der Tresorhersteller die Befugnis, ein entsprechendes Prüfsiegel an diesen Safes anzubringen. Es dient dem Kunden als Orientierungshilfe beim Kauf und ist außerdem entscheidend für den Versicherungsschutz. Denn jede Versicherung fordert bestimmte Qualitätsmerkmale der Tresore, die zur Aufbewahrung von großen Werten genutzt werden. Ansonsten entfällt der Ersatzanspruch.

Ein weiteres einheitliches Prüfverfahren, dem die Tresorhersteller ihre Produkte unterziehen lassen sollten, ist das VDMA 24992. Dieses klassifiziert Safes in die Sicherheitsstufen A und B, wobei B höherwertig ist. Auch hier wird nach bestandenem Test ein Typenschild ausgestellt, welches den Tresor kennzeichnet.

Mit der Stufe A werden alle einwandigen Stahlschränke bewertet, welche nur einen leichten Einbruchsschutz und keinen Feuerschutz gewähren. Stufe B dagegen fordert zwei- oder mehrwandige Stahlschränke mit einem gewissen Feuerschutz. Will ein Tresorhersteller dieses Gütesiegel für sein Produkt erwerben, muss es also bestimmte Tests bestehen, die ihm einen sehr guten Diebstahlschutz bescheinigen.

Die ECD*S ist eine Zertifizierungsstelle, die ebenfalls Produktzertifikate an Tresorhersteller vergibt. Man kann es als eine Art Zeugnis für einen Safe verstehen. Die Tresore, die ein ECB*S Zertifikat aufweisen können, zeichnen sich durch einen besonders hohen Qualitätsstandard aus. So wird ein Schutz gegen Diebstahl und Brand garantiert, was es dem Tresorhersteller natürlich leichter macht, das entsprechende Produkt gut zu verkaufen und gleichzeitig dem Kunden eine Orientierung bietet.

In diesem Prüfverfahren wird zum einen der Fertigungsprozess durch den Tresorhersteller kritisch durchleuchtet. Er muss bestimmten europäischen Standards entsprechen. Zudem muss sichergestellt sein, dass die Serienprodukte auch wirklich dem einzelnen zertifizierten Erzeugnis entsprechen, also dass eine gewisse Kontinuität im Fertigungsablauf besteht.

Das ECB*S-Zertifikat dokumentiert nicht nur eine gute Qualität der Produkte, sondern gliedert sie auch nach Widerstandsgrad und Güteklasse. Außerdem erhält jeder Tresor eine bestimmte Nummer, welche der Identifikation vom Tresorhersteller dient.

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