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Feuerschutz ist nicht gleich Feuerschutz

Tresore mit 2-Wandungen sind nach der Norm DIN 4102 gebaut und höchstens geeignet für leichte Zimmerbrände, denn in dieser Norm wird lediglich ausgedrückt dass der Tresor mit nicht brennbaren Materialien hergestellt wurde. Die Tresore nach DIN 4102 werden nicht durch eine Feuerschutzprüfung getestet oder gar zertifiziert. Daraus abgeleitet kann nicht gesagt werden wie lange ein Tresor einem Feuer oder einem Brand stand halten könnte. Wenn Sie also Wert auf einen hochwertigen und qualifizierten Feuerschutz legen, raten wir Ihnen einen Tresor nach EN1047-1 zu kaufen. Dieser Test heißt Braunschweig-Test und wird in S60P für eine Stunde Feuerschutz und S120P für zwei Stunden Feuerschutz untergliedert. Die zulässige maximale Innentemperatur darf 170° Grad nicht übersteigen. Auf dieser Seite wollen wir Sie über den härtesten Feuerschutz Test für Tresore informieren.

Phase 1 (1. bis 45.Minute):

Der Feuerschutzsafe wird in die Test-Brandkammer gestellt und auf eine Temperatur von ca. 1.093 º C erhitzt.

Phase 2 (46. bis 65.Minute):

Die Kammer wird ausgeschaltet und der Tresor bleibt zur kontrollierten Abkühlung in der Brandkammer. Während dieser Zeit werden die Innentemperatur und die Feuchtigkeit weiterhin überwacht, bis die Temperaturen sinken. Anschließend muss der Datensicherungsschrank einen Sturz aus 9,15 m Höhe auf ein Schuttbett überstehen.

Phase 2 (46. bis 65.Minute):

Die Kammer wird ausgeschaltet und der Tresor bleibt zur kontrollierten Abkühlung in der Brandkammer. Während dieser Zeit werden die Innentemperatur und die Feuchtigkeit weiterhin überwacht, bis die Temperaturen sinken. Anschließend muss der Datensicherungsschrank einen Sturz aus 9,15 m Höhe auf ein Schuttbett überstehen.

Phase 3 (66. bis 110.Minute):

Es erfolgt die erneute Platzierung des Tresors im Ofen. Der Feuerschutzschrank wird für weitere 45 Minuten in den Testofen geschoben

Phase 4 (111. Minute bis Ende):

Es folgt eine kontrollierte Abkühlungsphase, während der die maximale Innentemperatur gemessen wird. Die maximale Innentemperatur wird erst mehrere Stunden nach dem Abschalten des Brenners erreicht. Da der Datensicherungsschrank einer möglichen Hitzeeinwirkung unter Umständen wesentlich länger ausgesetzt ist, kann sich die Testphase über bis zu 24 Stunden erstrecken. Während der kompletten Testphase darf eine Innentemperatur von 51° C bei Datenträgern nach S60DIS oder S120DIS nicht überschritten werden. Bei dem Papierschutztresoren beträgt die Temperatur170° C die nicht überschritten werden darf.

Hier sehen Sie den Tresor während der ersten Beflammung bei 1093 Grad. Bei einem S60P/DIS Tresor beträgt diese 15 Minuten und bei einem S120P/DIS Dokumententresor 30 Minuten.

Der glühende Tresor wird dann dem Prüfofen entnommen und kommt zum Sturztest aus 9,15 m Fallhöhe. Dies soll einen Hauseinsturz mit 3 Etagen simulieren. Der Tresor mit Feuerschutz soll dabei nicht deformiert werden denn nur so bleibt die Feuerschutzhülle erhalten und es entstehen keine Hitzedurchlasbrücken im Innenraum des Tresors.

Der Tresor kommt dann anschliessend wieder in die Brandkammer zur zweiten Beflammzeit bei 840 Grad. Bei einem S60P/DIS Tresor beträgt diese 25 Minuten und bei einem S120P/DIS Feuerschutztresor 50 Minuten.

Nach der Feuersimulation kühlt der Tresor etwa 20 Stunden bis auf 20 Grad ab. Die Dokumenten bzw. Datenträger müssen schadensfrei entnommen werden können.

Papierschutztresor S60P mit einer Stunde Feuerschutz für Papier und Dokument

Datentresor S120DIS mit zwei Stunden Feuerschutz für Datenträger

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